/wikipedia/
Emil Puhl und die „Goldwäsche“ in der Schweiz
Neben seiner Tätigkeit als geschäftsführender Vizepräsident und damit
„heimlicher Herrscher der Reichsbank mit exzellenten Beziehungen zu
Himmler,
Heydrich und zur SS“
[12] galt ein Schwerpunkt von Puhls Arbeit vor und während des Zweiten Weltkriegs seinem Amt als einer der Präsidenten der
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich
in der neutralen Schweiz. Die Schweiz sollte nach 1939 zur
„Golddrehscheibe Europas“ werden, die dem nationalsozialistischen Regime
Deutschlands und seinen Helfern wertvolle Dienste bei der Verwertung
und „Wäsche“ des schmutzigen, weil in den besetzten Ländern geraubten
Goldes leistete. Die Schweiz und ihre Nationalbank wickelten annähernd
vier Fünftel der Goldverkäufe der Deutschen Reichsbank ab. Emil Puhls
Rolle dabei war vergleichbar der eines „Dealers“, der den
Nationalbankiers in
Bern das deutsche
Raubgold brachte und es gegen harte
Schweizer Franken
tauschte. Diese Devisen waren von entscheidender Bedeutung für die
deutsche Kriegs- und Rüstungswirtschaft, da kriegswichtige Rohstoffe
ansonsten auf dem Weltmarkt weder mit deutschem Gold noch mit
Reichsmark zu kaufen waren.
[13]
„Eine Voraussetzung für die Fortführung des Kriegs war deshalb der
systematische Raub von Gold in den überfallenen Ländern, das gegen
Devisen eingetauscht wurde“.
[14]
Comments